Hybrid Cloud Observability – LanLine

Hybrid Cloud Observability

https://www.lanline.de/it-management/hybrid-cloud-observability.254862.html

Im LANline-Interview erklärt Sascha Giese, Head Geek bei Solarwinds, wie Observability die Komplexität der Hybrid Cloud verringert. Außerdem stellt er heraus, dass datengetriebenes unternehmerisches Handeln nur mit Observability funktionieren kann. Wie und welche Unternehmen konkret von der Solarwinds-eigenen Lösung Hybrid Cloud Observability (HCO) profitieren können, erläutert der Experte darauf aufbauend.

LANline: Herr Giese, was verstehen Sie bei SolarWinds unter Observability im Allgemeinen, und was kann dieser Ansatz Ihrer Meinung nach in Bezug auf die Hybrid Cloud leisten?

Sascha Giese: Für uns ist das der nächste logische Schritt bei IT-Management und IT-Monitoring. Unternehmen sammeln Unmengen an Daten über laufende Prozesse und Abläufe. Die Frage ist, wie man diese nutzt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass in den meisten Unternehmen nur ein Bruchteil der gesammelten Daten genutzt wird.
Eine Herausforderung ist es, aus den Unmengen an Informationen die herauszufiltern, die für den eigenen Betrieb auch wirklich nutzbringend sind. Man braucht also eine Lösung, die in der Lage ist, Hunderte von Metriken so zu kombinieren, dass man sofort Zugriff auf die relevanten Daten hat und man sofort die Auswirkung auf das Geschäft sieht, wenn zum Beispiel etwas schiefläuft. Eine weitere Ebene der Komplexität kommt durch die Hybrid Cloud hinzu, weil die Informationen an vielen verschiedenen Orten aufbewahrt werden. Observability heißt also im Klartext: Daten werden nicht nur gesammelt, sondern auch verwaltet. Observability erlaubt den Benutzern, Betriebskennzahlen aus IT-Variablen zu erstellen, und hilft, auch in komplexen Umgebungen nicht den Überblick zu verlieren.

LANline: Vor welchen großen Herausforderungen stehen IT-Abteilungen in der aktuellen Zeit, wenn sie sich mit dem Thema Hybrid Cloud auseinandersetzen?

Sascha Giese: Sie stehen vor einer schier unübersichtlichen Komplexität. Jeder Soft- oder Hardwarehersteller verspricht bei seiner Lösung eine einfache Handhabe. Und das stimmt auch. Nur müssen Unternehmen nicht mit einer Lösung arbeiten, sondern mit 30 oder 60 davon. Wenn nun eine davon nicht mehr funktioniert, dann steht alles still und keiner weiß, wo das Problem liegt. Hinzu kommen die Legacy-Systeme, die noch im Einsatz sind. Die müssen weiterlaufen, aber auch mit den modernen Anforderungen zusammengebracht werden. Bis diese Herausforderungen gemeistert sind, wird es noch eine ganze Weile dauern.

LANline: Wie kann Observability die digitale Transformation in Unternehmen vorantreiben? Können Sie hier eine Brücke schlagen?

Sascha Giese: Observability ist Teil der digitalen Transformation. Aber konkret betrachtet, geht es auch um die Reduzierung der Komplexität. Dabei kommt es häufig vor, dass Tools nicht mehr in Verwendung sind oder keinen sinnvollen Zweck mehr erfüllen, aber dennoch einfach weiterlaufen. Das bedeutet auch, dass das Unternehmen weiterhin die Lizenzkosten dafür bezahlt. Erlangt man jetzt eine Übersicht über alle laufenden Anwendungen, sieht man sehr schnell, welche sinnvoll sind und welche nicht. Außerdem lässt sich sehen, welche Anwendungen einen ähnlichen Zweck erfüllen und kann sich nach Lösungen umsehen, die verschiedene Leistungen in sich vereinen. Digitalisierung zeichnet sich nicht durch die Menge der verwendeten Lösungen aus, sondern durch deren Leistungsfähigkeit und wie intelligent sie sind und miteinander funktionieren. Observability, als Lösung im IT-Management, kann tatsächlich viele ähnliche Werkzeuge ersetzen, was nicht nur Lizenzkosten spart, sondern auch Mehrwert für den Admin und seine täglichen Aufgaben bietet.

LANline: Wie stehen Sie persönlich zu folgender Aussage: Datengetriebenes unternehmerisches Handeln kann nur mit Observability funktionieren.

Sascha Giese: Das stimmt und lässt sich gerade an der aktuellen Lieferkettenkrise beobachten. Unternehmen müssen sich auf ständige Schwankungen einstellen und vorbereiten, denn die Lieferketten sind globalen und politischen Ereignissen unterworfen, auf die man keinen Einfluss nehmen kann. Das hat Covid gezeigt, und das zeigt auch der Krieg in der Ukraine. Nun bestehen Lieferketten aus vielen zusammenhängenden Akteuren mit verschiedenen Systemen. Dadurch entstehen unzählige Schnittstellen, an denen unzählige Daten gesammelt werden. Da den Überblick zu behalten, ist eine echte Herausforderung. Wenn nun eine der Schnittstellen ausfällt, dann muss es schnell gehen. Eine klemmende Lieferkette bedeutet Verluste für ein Unternehmen. Mit Observability lässt sich der Fehler in den Datensätzen schnell ermitteln und Gegenmaßnahmen können ergriffen werden.
 

Vielversprechende Verknüpfung

LANline: Wie können Unternehmen und deren IT-Teams konkret von SolarWinds‘ Hybrid-Cloud-Observability-Lösung profitieren?

Sascha Giese: Ganz klar durch die Verknüpfung der ganzen verschiedenen Tools und Anwendungen. IT-Teams sind konstant damit beschäftigt, die Unternehmenssysteme am Laufen zu halten. Dabei verschwenden sie Zeit, wenn sie einem Problem nachgehen müssen. Jetzt hat man eine Plattform, die fast alle Tools ersetzen kann. Dadurch wird es deutlich einfacher, Probleme aufzuspüren und zu beheben. In vielen IT-Abteilungen werkelt noch jedes Team für sich selbst, und wenn es ein Problem gibt, wird erst nach dem verantwortlichen Team gesucht. Mit Hybrid Cloud Observability – kurz HCO – können alle Teams das gleiche Werkzeug nutzen, sehen die gleichen Daten, und verstehen viel schneller, wie die Situation zu lösen ist. Das steigert die Effizienz und senkt die Kosten.

LANline: Lässt sich die HCO-Lösung in bereits im Unternehmen vorhandene Monitoring- oder Messlösungen integrieren und umgekehrt?

Sascha Giese: Ja, man kann sowohl Daten aus HCO exportieren als auch importieren. Das lässt sich über APIs automatisieren, damit ein bi-direktionaler Datenaustausch in nahezu Echtzeit einsetzt. Dadurch können permanent andere Systeme mit Daten gefüttert, oder aus diesen speziellen Informationen bezogen werden, um sie innerhalb von HCO in einem Dashboard mit anderen relevanten Daten darzustellen.

LANline: Für welche Unternehmen haben Sie die Lösung enwickelt; für wen ist sie geeignet?

Sascha Giese: Die Lösung wurde nicht für einen speziellen Sektor oder Unternehmensgröße programmiert, und ist im Einsatz bei verschiedensten Unternehmen und Organisationen auf der Welt. Bisher war die Lizenzierung jedoch komplizierter. Wir haben das Feedback unserer Kunden angenommen und sämtliche vorher vorhandenen Lizenzierungspositionen entfernt. Hybrid Cloud Observability ist nun in zwei Paketen verfügbar und wird simpel über die Anzahl an Knoten lizensiert. Dadurch, und durch das neue Abo-Modell, ist die Lösung nun auch für kleinere Unternehmen in Reichweite, die bisher auf weniger leistungsfähige Lösungen oder auf Open Source zurückgreifen mussten.

LANline: Herr Giese, vielen Dank für Ihre Erläuterungen zum Produkt und das Gespräch.

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